Montag, 5. September 2016

Deca Resümee

Bildquelle: Ultratriathlon Switzerland
Als erstes möchte ich mich auf diesem Weg bei den Organisatoren und den vielen freiwilligen Helfern des Double-Deca Ultratriathlon in Buchs bedanken. Bedanken für ein wirklich außergewöhnliches Event, bei dem es an nichts gefehlt hat. Ich denke, dass das nicht mehr zu toppen ist und hoffentlich wieder stattfinden wird.

Im Kopf werde ich schon noch einige Zeit brauchen um den Frust abzubauen, dass ich nicht am gesamten Wettkampf teilnehmen konnte, sondern verletzungsbedingt nur 3 Ironman's finishen konnte, die aber reichten, das DTU-Triathlonabzeichen in Gold zum fünften mal in Folge zu bekommen.

Es ist unbeschreiblich, welche Leistungen in Buchs vollbracht wurden. Beschreiben lässt sich das überhaupt nicht, man muß schon dabei gewesen sein, um das wirklich zu kapieren. Ich meine nicht nur die Weltrekorde von "Xandi" Meixner, Richard Widmer und David Clamp, sondern auch die Leistungen jedes Einzelnen.
Drei Beispiele: Robert Lurz stürzte einen Tag vor dem Wettkampf auf seiner ersten "Probefahrt" in der Spitzkehre. Er hatte eine Prellung an der rechten Hüfte die ungelogen "Kindskopf" groß war, er starte trotzdem am nächsten Tag und finishte 6 Ironmans in Folge. Stefan Chares hatte schon am 3. Tag so angeschwollene Füße und Zehen, dass nicht nur die Laufschuhe, sondern auch die Radschuhe aufgeschnitten werden mußten und trotzdem hat er alle 10 Langdistanzen des Deca erfolgreich gefinisht. Walter Wegschaider, der sich am 5. Tag einen Muskelfaserriss zugezogen hatte, aussetzen mußte und es sich dann nicht hatte nehmen lassen, den 20sten Tag mit persönlicher Wettkampfbestzeit zu finishen.

Die Beispiele, die einzelnen Schicksale, die Höhen und Tiefen der Teilnehmer die ich hier erzählen könnte, würden sicher ein Buch ausfüllen. Ob das allerdings ausreichen würde, um zu verstehen, wieso sich das Menschen antun, wage ich zu bezweifeln. Ich habe für mich persönlich eine einfache Erklärung gefunden: Weil es solche Wettkämpfe gibt und es nichts schöneres gibt, als sich selbst zu besiegen.

Was uns für immer bleiben wird, sind die Freundschaften die wir geschlossen haben, Freundschaften der besonderen Art, die über die ganze Welt verteilt sind. UND das schöne daran wird sein, diese Freundschaften immer wieder bei solchen Wettbewerben erleben und erhalten zu können, denn es ist ja immer wieder die selbe "Familie", die an solchen verrückten Geschichten teilnimt.

Inge und ich sind stolz darauf, bei dieser einmaligen Veranstaltung dabei gewesen und Teil dieser "Familie" zu sein. Die Gastfreundschaft in der Schweiz die wir erfahren durften, sucht seines Gleichen und ganz sicher werden wir den Ruf nach Buchs folgen, so er denn in den nächsten Jahren kommen sollte, sowohl als Teilnehmer und/oder als Helfer.

Ein herzliches Dankeschön geht auch an unsere Vermieter Erika und Markus, die uns wie Familienmitglieder aufgenommen haben, nachdem sich unser gebuchtes Hotel als Reinfall herausgestellt hatte. Ebenso an Physiotherapeut Peter, der mir einen Tag vor meinem ersten Ironman einen ausgerenkten Lendenwirbel wieder eingerenkt hat. Zur Krönung ist mir der Wirbel am Abreisetag noch mal rausgerutscht und nach einem Telefonat mit ihm ist er zu uns gefahren, um ihn abermals einzurenken, aber ein kleines Trinkgeld wollte er partut nicht nehmen. Ein Autogramm von mir auf meiner Startnummer, das ich ihm für seine Kinder schenkte, war die größte Freude für ihn.

Es gäbe, wie schon geschrieben, unzählige solcher Geschichten die wir erlebt haben. Viele Bilder von den drei Wochen in Buchs habe ich hier verlinkt. Zu meinen täglichen Berichten und meinen Teilnahmen hier klicken und ein schönes Video ist hier verlinkt.

Ich habe viel gelernt und möchte dieses Wissen für meine zukünftigen "Ultratriathlon's" nicht missen. Gleichzeitig sehe ich das als Schatz für meine weiteren Pläne, die, so könnt ihr mir glauben, nicht weniger spektakulär sein werden. Auch sehe ich jetzt, einige Tage nach dem Deca, etwas optimistischer in die Zukunft und werde motiviert an der Saisonplanung für 2017 arbeiten.

"Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren"

Bildquelle: Ultratriathlon Switzerland
Bildquelle: Ultratriathlon Switzerland
Bildquelle: Ultratriathlon Switzerland


Mit Dipankar Paul (Indien) und David Clamp (England)
Organisation mit: Carsten Sacher, Stefan Meier, Stefan Zwicker, Katrin Meier, Daniel Meier und Jeff Lüscher

Jeder Teilnehmer wurde mit Startnummer auf der Laufstrecke "verewigt"



Bildquelle: Ultratriathlon Switzerland
Bildquelle: Ultratriathon Switzerland

Kommentare:

  1. Hallo Bernhard
    Danke für den Bericht. Es sind so viele Eindrücke, Erlebnisse und Gedanken zu verarbeiten, dass Martin Läuft auf seinem Laufblog noch immer nichts geschrieben hat

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    1. Da wird's aber mal Zeit Martin ;)
      LG aus Nürnberg, Bernhard und Inge

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