Donnerstag, 11. August 2016

Deca-Schweiz

Die Hoffnung stirbt zuletzt! bzw. der Glaube an mein Motto: "Das Wunder von Buchs"

Die Täglichen Berichte ab dem 24.08.16

Noch vor zwei Wochen hätte ich mir im Traum nicht vorstellen können diesen Blog-Eintrag so zu schreiben, aber ich habe tatsächlich ein ärztliches Attest und somit grünes Lich für den 10-fachen Ultratriathlon in der Schweiz bekommen!
Ob und wie ich das schaffen soll weiss ich zwar selbst nicht, aber nach dem Motto auf meinem "Röntgenbild" werde ich den Versuch starten, allerdings mit der klaren Aussage: Wenn es nicht geht, geht es nicht. Beim Radfahren sehe ich überhaut keine Probleme, beim Laufen muß ich halt die Zähne zusammen beissen. Wie allerdings das Schwimmen wird, weiss ich bis zum Start nicht, weil ich mich entgegen so manch anderer Meinung exakt an die ärztlichen Vorgaben halte und genau 6 Wochen nach der Operation, das erste mal ins Wasser begeben werde. Wer meine Facebook-Seiten oder meine Homepage verfolgt, ist ausreichend informiert über die Trainingseinheiten, die ich in den letzten Wochen abgespult habe. Ob das reichen wird, wird sich herausstellen.

Es lohnt sich also, ab Mittwoch, den 24. August, täglich mal auf der Blog-Seite zu schauen, um den Stand der Dinge zu erfahren UND mir vielleicht den einen oder anderen Kommentar zur Motivation zu schreiben, ich würde mich sehr freuen ;)

Auf diesem Weg möchte ich mich bei allen bedanken, die wie ich an ein "Wunder in der Schweiz" glauben, (ist ja nicht so, dass es so etwas noch nicht gegeben hätte, siehe Bild). Vielen Dank auch an Carsten Sacher (Mitorganisator und Teilnehmer), der mir vor Wochen schon eine Möglichkeit aufgezeigt hat, doch noch meinen Frieden mit der "Ultra-Triathlon-Saison-2016" zu machen.
Großen Dank auch an meine Material-Ausrüster Triathlon-Shop Nürnberg, Radsport Duschl Christoph Schwerdt und Akos Majzer (der jetzt "Grenzenlos" unterwegs ist) für das "Never Walk Alone Edition Airon Bike", das mich hoffentlich in der Schweiz nicht abwirft ;).

Last but not list, bedanke ich mich bei meiner Frau, die diese ganze Tortur mitmacht, fest an meiner Seite steht und mir mit dem Spruch: "Kopf hoch auch wenn der Hals dreckig ist" Mut macht, mich aber ebenso auf dem Boden der Tatsachen zurück holen wird, wenn es nötig ist.

Blogeintrag vom 15.08.16

Erste Trainingseinheiten haben natürlich für mich schon mit dem Start der Athleten zum Double-Deka begonnen und das Erkunden der Strecke stand da an erster Stelle. (Bild von der Schweizer Grenze nach Lichtenstein) Bis zum 23. August standen jeden Tag Lauf- und Rad-Training auf dem Plan, am 22. August dann der erste Schwimmtest mit 600 Meter und am 23. dann der erste Kilometer. Ob das alles reicht, wird sich nun bewahrheiten. Das Wetter ist auf jeden Fall mal die nächsten Tage warm, vielleicht auch ein wenig zu warm.

Die erste Woche haben Inge und ich uns als Helfer für das Organisationsteam eingesetzt und die Athleten mit betreut und Inge hat diese hauptsächlich verpflegt. Jedem Teilnehmer standen am Tag drei warme Malzeiten und den Betreuern jeweils eine zu. Hier muß man den schweizer Veranstaltern ein rießen Lob aussprechen, wie perfekt das alles organisiert wurde.
Es hat an nichts, aber auch gar nichts gefehlt. Ein Beispiel: Nach den Regentagen wurde organisiert, dass die Räder von der ortsansässigen Firma "Beat-Sport" abgeholt, geputzt und gewartet wieder zurück gebracht wurden. !! Ich jedenfalls kenne keine Veranstaltung, wo so etwas kostenlos angeboten wird.
Dass das Schwimmen eine schwierige Aufgabe sein wird, war mir schon lange klar, aber das es eine so schmerzhafte sportliche Betätigung werden würde, hätte ich nie gedacht. Mit der Zeit von 2:03 (inkl. Wechselzone) konnte ich sogar noch zufrieden sein und klar war auch, dass ich mich auf dem Rad (7:12 inkl. Wechsel) wieder erholen würde, was auch gut funktionierte. Der Rheindamm ist eine einfach zu fahrende Hin- und Zurückstrecke, wenngleich  immer mit "Wind", der dann auch um die Mittagszeit seine Richtung dreht, also knapp 5 Km Mit- und Gegenwind.
Das Laufen heute war die zweite Tortur des Tages. Von der Marathondistanz konnte ich gerade mal 10 Km im Laufschritt absolvieren, den Rest mußte ich gehen. Jeden Schritt belohnten die Rippen mit einem stechenden Schmerz. Ich kann mich nicht erinnern, einen Marathon in 6:20 "gelaufen" zu sein. Auf den letzten beiden Runden hat mich dann auch Inge begleitet und wir beschlossen dabei auch dann das Aus für den Deca-Traum.
Nach dem "Schmerzdebakel" von gestern, war klar, dass ich heute und die nächsten Tage pausieren muß. Ich hatte einen "Deal" mit meinem Arzt und versprochen, dass ich, wenn das "Genehmigte" nicht ausreicht, ich die Notbremse ziehe. (Ich brauche auch in Zukunft noch ärztliche Atteste)
Heute ist "Regeneration" angesagt und morgen werde ich die Rennmaschine etwas bewegen. Schwimmen und das Laufen werde ich übermorgen wieder mit einbauen, denn das "MINIMALZIEL", das Triathlonabzeichen in Gold (zum 5. Mal in Folge) ist nach dem gestrigen Tag, mit dem Wissen einen Ironman, 6 Wochen nach dem Unfall, finishen zu können, greifbarer denn je.
Das erwähnenswerteste des Tages ist, "Xanti" Alexandra Meixner hat heute einen neuen Weltrekord aufgestellt. 12 Ironman's in Folge gefinisht und das in einer tollen Zeit. Gratulation nach Österreich und Gratulation an eine außergewöhnliche Sportlerin und "Ultratriathlon-Freundin".

Heute morgen habe ich mich als "Bahnenzähler" auf meiner "internationalen Schwimmbahn" betätigt und für Shangrila (Philippinen) Dipanker (Indien) und Goulwenn (Frankreich) die erste halbe Stunde die Bahnen gezählt und notiert. Es war wohl mit über 33 Grad, einer der heißesten Tage hier in Buchs und deshalb sicher auch für die Athleten der schwierigste.
Kurz vor 8 Uhr kam dann Shangrilas Betreuerin aufgeregt zum Organisationsstand und teilte uns mit, dass das Ventil ihres Vorderrades beim aufpumpen abgerissen ist und sie dringend Hilfe benötigte. Ich ging dann mit ihr zum Rad und konnte sofort Hilfe leisten, indem ich aus dem Vorderrad meines Kuota-Bikes meine Ventilverlängerung demontierte und auf ihr Rad montierte.
Ansonsten bin ich, wie gestern schon angekündigt, gut 53 Kilometer Rad gefahren und habe mich mit Inge dem Orga-Team als Hilfe zur Verfügung gestellt.

Bericht Samstag 27. August









Bericht Sonntag 28.August

Montag, 1. August 2016

Juli 2016

Der Juli-Trainingsmonat


"Wo fang ich an, wo hör ich auf"
Zunächst mit dem Positiven. Ich konnte meinen Plan, den Bodensee zu durchschwimmen, dieses Jahr endlich realisieren. Angestrengt habe ich mich dabei nicht, denn das Ziel war klar definiert: "Der Weg ist das Ziel". Hier noch mal der Link zu einem etwas längeren Bericht auf der Homepage.
Jetzt das Negative, das mir die ganze Saison und wahrscheinlich auch noch in der nächsten Zeit die sportlichen Ziele durcheinander gebracht hat, nämlich der Sturz beim Triple-Ultratriathlon in Bad Blumau. Mehr will ich hier gar nicht mehr schreiben, ist doch alles unter diesem Link nachzulesen.

Natürlich gibt es für die Saison 2017 einen "Plan B" , aber dazu mehr im nächsten Monatsbericht.

Die Distanzen im Juli:
28 Km Schwimm
846 Km Rad (Spinning)
39 Km Lauf
70 Km Kraft (7 Stunden)
983 Km Gesamt (Zu den Wochendetails hier klicken)

Das Positive, dass ich dem Juli doch noch zugestehe: Die Räder sind jetzt beide einsatzbereit und das alte Sprichwort stimmt hier wieder voll und ganz "Was lange währt wird endlich gut". Beide Maschinen sind mit elektronischen Schaltungen von Campagnolo ausgestattet und somit miteinander kompatibel. Die Kuota-Maschine ist auf "Schlechtwetter" und mit Licht ausgestattet. Die Airon-Maschine mit Rotor-Kurbel und PowerTab Wattmesssystem. 

 

So die Genesung es bis Ende August bzw. Anfang Oktober zulässt, kommen die Räder vielleicht doch noch mal in der Schweiz zum Einsatz ;) Natürlich ohne Wertung und nur für den Kopf :(